Das Gespenst


Man erzählt, daß man manchmal aus dem Haus Geräusche hört, die an das Hinüberziehen der Möbel erinnern. Das hängt nach der Tradition mit einem unglücklichen Ereignis zusammen, das sich im Haus abgespielt haben sollte. Der Hausbesitzer entschied sich, das Dachbodenzimmer zu vermieten. Er traf mit dem Mieter eine Abmachung, sogar die Miete wurde im voraus bezahlt. Der einsame Mieter, der für einen Sonderling gehalten wurde, verkürzte sich jedoch die Zeit im Gasthaus mit dem Kartenspiel - er verschwendete ziemlich bald sein Vermögen und geriet in finanzielle Schwierigkeiten. Es blieb ihm nicht einmal für die Miete genu, die zu bezahlen war.

Nach den unzähligen Aufforderungen entschied sich der Hausbesitzer, den Mieter auszuziehen. Der beschaffte sich jedoch schon zuvor den Schlüssel, mit dem er in seine ehemalige Wohnung kommen wollte. Das gelang ihm wirklich, er stellte jedoch fest, daß das Zimmer leer ist und daß die Möbel von dem Inhaber in den Dachboden gebracht wurden. Auch dort gelang es ihm hinzukommen.

Es wurde ihm jedoch zum Verhängnis, daß er sich das Bett zum Schlafen vorbereiten wollte. Er war nämlich betrunken und stürzte so unglücklich, daß er sich den Kopf zerschlug und infolge dessen starb. Seit dieser Zeit soll man aus dem Dachboden Geräusche hören, die an das Hinüberziehen der Möbel erinnern. Die Leute, die im Haus verweilten, sollten manchmal auch den Sturz des Unglücklichen gehört haben.

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